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Samstag, 27. September 2014

Selbstverletzendes Verhalten und der Weg hinaus.

Hey, meine süßen Wölfchen! ♥
Ich hoffe, eure Woche neigte sich gut dem Ende zu und ihr könnt euer Wochenende ein bisschen genießen. Heute ist für mich ein 'großer' Tag. Ich möchte es mit einem richtigen Cheatday versuchen~ keine Kalorien zählen, essen worauf ich Lust habe und nicht drüber nachdenken. Ich hoffe, dass ich das hinbekomme, schließlich möchte ich ja, dass es mit dem Abnehmen weitergeht! Da ich schon seit zwei Wochen auf der Stelle trete mit dem Gewicht. Natürlich wird es auch einen Bericht darüber geben, ob ich es hingekriegt habe! :)

Auf Wunsch dreht sich mein heutiger Post um selbstverletzendes Verhalten. Es ist unheimlich schwer, die Gründe dafür zu pauschalisieren, weil sie genauso zahlreich und unterschiedlich sind, wie die Menschen selbst. Daher kann ich nur das darüber schreiben, was bei mir persönlich Gründe waren und das, was ich von anderen so mitbekommen habe.

~ Gegen die Taubheit

Wie in meinem letzten Post geschrieben, habe ich das Problem kompletter Gefühlstaubheit, als wäre ich innerlich tot. Und manchmal macht mir das solche Angst, dass ich unbedingt etwas spüren will und Schmerz ist besser als nichts..dachte ich und denke ich immer noch manchmal. Es ist, als würde ich dann für ein paar Sekunden wieder leben. Das klingt krank..und ehrlich gesagt, ist es das auch.

~ Um innerlichen Schmerz mit äußerlichem Schmerz zu betäuben

Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Manchmal hat man seelische Schmerzen, die man nicht erträgt. Man glaubt, dass man sie mit körperlichem Schmerz verdrängen kann. Körperlichen Schmerz kann man kontrollieren, man hält es für besser. Tatsächlich ist es das aber nicht. Man fühlt sich für einen Moment frei, aber hinterher fühlt man sich seelisch nur noch schlechter. Zu dem innerlichen Schmerz kommt Wut und Selbsthass auf.

~ Als Bestrafung

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Man macht etwas falsch und findet, dass man dafür eine Strafe verdient...

~ Um Böses rauszulassen

Ich hatte lange die Gedanken, dass ich mir die Haut aufschneiden müsste, um das Schlechte aus mir rauszulassen, dass ich so vielleicht ein besserer Mensch werden könnte. Ist natürlich Blödsinn.

~ Um Druck abzubauen

Ich kenne Leute, die sich selbstverletzen, weil sie mit dem Druck von außen nicht mehr klar kommen und das dadurch kompensieren. Das kann ich persönlich nicht wirklich nachvollziehen, mir würde das nur noch mehr Druck machen.

Das sind jetzt die mir bekannten Gründe, mit denen ich mich (bis aufs Letzte), identifzieren kann und was bei mir eben die Gründe waren.

Ihr glaubt, es hilft euch vielleicht. Aber alles, was ihr davon habt, sind hässliche Narben, die euch euer Leben lang bleiben. Ihr macht euch damit nur noch mehr Probleme und verletzt auch eure Mitmenschen. Wenn es euch schlecht geht, dann redet lieber darüber, statt euch selbst zu verletzen. 

Tipps, um vom Selbstverletzenden Verhalten loszukommen

~ findet Alternativen

x Gummibändchen
Tragt immer Gummibänder ums Handgelenk. Wenn ihr das Bedürfnis habt, euch zu schneiden, lasst diese gegen eure Haut schnappen. Ist zwar auch eine Form von Selbstverletzung, aber euch bleiben keine Narben und es ist weitaus weniger gefährlich.

x Eiswürfel
Presst euch wenige Sekunden lang Eiswürfel auf die Haut, wenn ihr den Drang habt, euch zu verletzen.

x Kalt duschen
x Malt euch mit Filzstift oder Kugelschreiber Linien auf die Stellen, wo ihr euch schneiden wolltet.
x Beißt in eine Chilischote oder etwas Tabasco in den Mund nehmen

~ Powert euch körperlich aus

x weint euch aus
x spazieren, joggen oder rennen gehen, vielleicht auch schreien dabei
x Sport jeglicher Art
x Gegen ein Kissen oder einen Boxsack schlagen

~ Lenkt euch aktiv ab

x Schularbeiten machen
x Hausarbeiten machen
x wenn ihr ein Haustier habt, beschäftigt euch mit ihm
x wählt einen Zufallsgegenstand und schreibt die Verwendungszwecke dafür auf

~ drückt eure Gefühle kreativ aus

x malen oder zeichnen
x Gedichte oder Texte schreiben
x Tagebuch schreiben

~ Kontakt zu vertrauten Leuten suchen

x triff dich mit Freunden oder schreib/telefoniere mit ihnen
x Briefe schreiben
x ruf die Seelsorge oder deinen Therapeuten an
x vermeide es, allein zu sein

~ tut euch etwas Gutes

x pflegt euch~ nehmt ein Bad, duscht oder cremt euch ein, lackiert euch die Nägel
x Einen Film anschauen oder ein Buch lesen
x esst etwas Leckeres

~ Butterfly Project

Malt euch Schmetterlinge auf den Arm mit den Namen euch wichtiger Menschen. Malt sie immer wieder nach, wenn sie verblassen. Wenn ihr euch schneidet, dann tötet ihr den Schmetterling.


Mir persönlich helfen viele dieser Tipps oft sehr weiter und haben mich schon häufig davor bewahrt, wieder zur Klinge zu greifen. Ich hoffe, dass ich euch damit weiterhelfen konnte und wünsche euch das Beste. Ich weiß, ihr schafft es. Ihr seid stärker als die Sucht. Ich liebe euch!




Montag, 15. September 2014

Tipps für mehr Selbstbewusstsein.

Hey, meine lieben Wölfchen! :3 Passt euch diese Bezeichnung? Irgendwie mag ich sie, haha.
Ich wünsche euch allen einen tollen Wochenstart und dass ihr alles schafft, was ihr euch vorgenommen habt! ♥

Meine Woche fing sehr gut an - Montags ist bei mir Wiegetag und ich hatte nach den paar Fresstagen letzte Woche wirklich Angst, wieder auf 79-80 Kilo zu sein. Stattdessen: 76,00 *o*. Damit bin ich 100 Gramm unter meinem letzten Tiefstgewicht~ neues Tiefstgewicht! Die letzten Bedenken wegen Cheatdays sind aus dem Weg geräumt, offenbar hat es wirklich geholfen, (für mich) mehr zu essen. Vielleicht schaffe ich die 75 Grenze bis Weihnachten, das wäre sooo toll, hihi.

Aber genug von mir, heute heißt das Thema für meinen Post "Selbstbewusstsein". Ich bin selbst alles andere als selbstbewusst und leider geht es vielen ähnlich, was ich sehr schade finde. Denn ich bin sicher, jeder von euch ist einfach perfekt!


Um euch ein bisschen zu helfen, habe ich ein paar Tipps im Internet zusammengesammelt und auch ein paar persönliche Ratschläge abzugeben. Ich hoffe, das hier hilft euch ein bisschen und ich wünsche euch sehr, sehr viel Erfolg!

x Ergründet die Ursachen für euer mangelndes Selbstvertrauen

Die Gründe für fehlendes Selbstvertrauen können sehr vielfältig sein. Erfahrungen in der Kindheit, Botschaften, die sich manifestieren, zum Beispiel: "Du schaffst das nicht." oder "Was soll bloß aus dir werden?" Solche Aussagen können einen sehr prägen, auch wenn einem das selbst vielleicht gar nicht bewusst ist.

Nutzt einmal folgende Fragen, um mögliche Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen ausfindig zu machen:

~Welche Botschaften über dich selbst hast du in der Kindheit gehört? Denk an das, was man direkt zu dir gesagt hat, aber auch das, was über dich gesagt wurde und das du trotzdem mitgehört hast.

~Was stand in deinem Zeugnis über dich?
~Wie sind die Menschen, mit denen du aufgewachsen bist damit umgegangen, wenn du etwas falsch gemacht hast?
~Wie groß ist oder war das Selbstbewusstsein deiner Eltern oder anderer Erziehungspersonen?
~Bist du verlassen worden? Wenn ja von wem und wie bist du damit umgegangen?

Lass dir  Zeit damit, die Ursachen zu finden. Eine 100%ige Antwort wirst du sehr wahrscheinlich sowieso nicht finden. Der Grund für ein mangelndes Selbstbewusstsein ist in der Regel eine Kombination aus vielen verschiedenen Faktoren. Sinn der Sache ist vor allem, dass du dich selbst ein bisschen besser kennen lernen.

x Lern dich selbst besser kennen

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstvertrauen, ist der, sich selbst besser kennen zu lernen. Oft ist das Bild, das wir von uns selbst haben, nämlich stark verzerrt. Wir sehen uns z.B. viel hässlicher, viel dicker, viel unfähiger usw. als wir es sind. Jeder Mensch hat viele liebenswerte Seiten an sich und Fähigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihn oder sie wertvoll und einzigartig machen. Versuche, dich selbst mit einer liebevollen Distanz zu beobachten und dich einmal so kennen zu lernen, wie du einen anderen Menschen kennen lernen würdest – offen und neugierig.

x Lerne, dich anzunehmen

Selbstbewusstsein braucht als Basis die Selbstakzeptanz. Nur wer sich selbst annehmen kann und zu sich selbst steht, hat Selbstbewusstsein und wirkt selbstsicher nach außen.

Sich selbst anzunehmen, scheint für viele Menschen aber unendlich schwer zu sein. Wir kritisieren uns, hadern mit unserer Figur, unserer Intelligenz und unserem Aussehen. Wir können oft kein gutes Haar an uns lassen und eine innere Stimme nörgelt an uns herum. Meistens sind wir mit uns selbst strenger, als wir es mit jedem anderen Menschen wären.

Selbstannahme kannst du im Alltag üben und praktizieren, z.B. so:

~Stoppe dich selbst, wenn immer du so etwas denkst wie “Ich blöde Kuh…” oder “Na toll, ich mach auch immer alles falsch.” Je öfter du dir solcher inneren Kritik bewusst wirst, desto leichter wird es dir fallen, diese Sätze durch etwas Liebevolles und Versöhnliches zu ersetzen, wie z.B. “Na, das war nicht so toll, aber gleich mache ich es viel besser.” oder “Das ist heute einfach nicht mein Tag, macht nichts.”

~Konzentriere dich auf deine positiven Eigenschaften, nicht auf deine Schwächen. Wenn du deinen Blick immer nur auf das richten, was du nicht kannst, bekommst du ein falsches Bild von dir. Denke immer auch an all das, was du gut kannst. Du bist in deiner Art einzigartig und es ist gut, dass es dich gibt. Wenn es etwas gibt, dass du nicht kannst, aber gerne beherrschen möchtest, nützt es nichts, dich deswegen fertig zu machen. Fälle lieber die Entscheidung, es zu erlernen.

~Lass nicht zu, dass man dich respektlos behandelt. Wenn du anderen Menschen erlaubst, dich respektlos zu behandeln, ist das ein herabwertendes Signal an dein Selbstbewusstsein. Du bist es wert, gut behandelt zu werden und kannst das ruhig und sachlich einfordern. Es wird dir gut tun, wenn du für dich selbst einstehst.

Eine kleine Übung:

Setz dich vor einen Spiegel, in dem du dich gut sehen kannst. Schau dir selbst in die Augen und sag dir “… (dein Name), Du bist ein wundervoller und wertvoller Mensch – ich mag Dich.”

Mach dir keine Sorgen, wenn dir diese Übung unmöglich erscheint. Es fällt tatsächlich sehr vielen Menschen unglaublich schwer, sich auf diese Weise selbst etwas Nettes zu sagen. Wir sind es nicht gewöhnt und haben alle so etwas gelernt wie “Eigenlob stinkt”. Aber sich selbst zu mögen, ist eine Grundvoraussetzung für ein zufriedenes und glückliches Leben. Und mehr noch – sich selbst zu lieben, ist die Basis dafür, auch andere lieben zu können.

Extra Tipp: Fang mit etwas Kleinem an. 

x Erstelle Listen

Erstelle eine Liste mit Eigenschaften und Verhaltensweisen, die du an dir magst, mit solchen, mit denen du leben kannst, und mit solchen, die du an dir ablehnst.
Nimm dir nacheinander die Eigenschaften vor, die du an dir ablehnst. Sag dir bei jeder Eigenschaft - am besten laut: "Ich bin bereit, mich so anzunehmen, wie ich bin - auch wenn ich ... (z.B. eifersüchtig) bin . Ich habe Fehler und Stärken wie jeder Mensch."

x Den Tag rückwirkend betrachten

Lass  am Abend im Bett deinen Tag Revue passieren und lenk deine Aufmerksamkeit auf das, was dir gelungen ist, was für dich positiv war.

Es gibt jeden Tag etwas, wofür du dich loben kannst. Es muss nichts Außergewöhnliches sein, was bisher kein Mensch vor dir vollbracht hat. Auch was anderen schon immer gelingt und dir das erste Mal, ist für dich ein Erfolg.



Hoffentlich konnte ich euch mit den Tipps weiterhelfen :3 ♥ Vergesst nicht: Ihr seid wundervoll. Perfekt. Wunderschön und einzigartig. 

Ps: Ihr dürft mir gerne Vorschläge hinterlassen, für kommende Posts, ich würde mich freuen! :3
Pps: Soll ich einen Gewichtsverlauf von mir als Seite erstellen?
xx